Polarlichter gehören zu den faszinierendsten Naturphänomenen der Welt und wenn ein Kunde zu uns kommt und eine Reise zu den Polarlichtern buchen möchte, dann wird fast unweigerlich Tromsö als Reiseziel genannt. Denn Tromsö wird bei Google sehr hoch bewertet und gilt als „Polarlicht-Hauptstadt Europas. Doch dies ist nur zum Teil wahr. Denn diese wunderschöne Stadt mit rund 80.000 Einwohnern ist sehr hell und dies behindert oft die Sichtung. In aller Regel müssen Sie mit einem Dienstleister vor Ort in einem Bus oder mit einem Boot raus aus der Stadt, wo das geringere Licht der Stadt eine gute Sichtung ermöglicht. Ein gutes Marketing oder KP-Wert allein garantiert noch lange keine Sichtung. Unsere Recherche hat ergeben, dass in der Stadt selbst nur eine 30% Chance auf sichtbare Polarlichter besteht, weiter draußen z.B. in Malangen bereits 75%. Die meisten unserer Kunden wollen aber lieber Polarlichter direkt am Urlaubsort sehen und nicht erst stundenlang durch die Gegend fahren. Genau dafür hat Nordic Team Travel den neuen NTT-Polarlichtindex entwickelt.

Der NTT-Polarlichtindex basiert nicht nur auf aktuellen Sonnenaktivitäten, sondern kombiniert erstmals reale Wetterdaten, regionale Besonderheiten, Lichtverschmutzung, historische Sichtungsdaten sowie langjährige Erfahrungswerte aus den wichtigsten Polarlichtregionen Europas. Das Ergebnis sind detaillierte Karten, die zeigen, wo die tatsächlichen Hotspots liegen – und warum.

Denn schon wenige Kilometer können einen enormen Unterschied machen. Während Städte wie Tromsø, Reykjavik oder Rovaniemi durch künstliches Licht und lokale Wetterlagen eingeschränkt sein können, bieten Regionen außerhalb der Zentren oft deutlich bessere Bedingungen. Küstenbereiche, trockene Täler oder Regionen mit stabileren Wetterfenstern erhöhen die Chancen auf sichtbare Polarlichter teils erheblich.

Besonders wichtig: Der NTT-Polarlichtindex berücksichtigt auch die Aufenthaltsdauer. Statt nur die Wahrscheinlichkeit für eine einzelne Nacht anzuzeigen, berechnet das Modell die reale Chance, während einer gesamten Reise mindestens einmal Polarlichter zu erleben. Dadurch lässt sich deutlich besser einschätzen, wie viele Nächte sinnvoll sind, um die Erfolgschancen spürbar zu erhöhen.

Die Karten zeigen außerdem, wie häufig Polarlichter in den vergangenen Wintern tatsächlich sichtbar waren – basierend auf Beobachtungsdaten der Monate Oktober bis März. So entsteht ein realistisches Bild der Regionen mit den besten Bedingungen.

Hier finden Sie exklusiv die Karten mit den besten Regionen, um Polarlichter zu sehen.

Exemplarisch finden Sie auch eine Karte von Mitteleuropa zum Vergleich.

 

Die besten Regionen Europas für Polarlichter

Wo man Polarlichter wirklich direkt vom Hotel aus sehen kann – und wo meist Touren nötig sind

Für viele Reisende klingt die Vorstellung perfekt: abends vor das Glasiglu treten, einen heißen Tee in der Hand – und plötzlich tanzen grüne Lichter direkt über dem Resort. Die Realität sieht jedoch nicht überall so aus. Gerade bekannte Städte wie Tromsø werden in sozialen Medien oft romantischer dargestellt, als sie tatsächlich sind.

Deshalb bewertet dieses Ranking nicht nur die reine Polarlicht-Häufigkeit, sondern besonders die Frage:

„Kann man Polarlichter direkt vom Hotel oder Resort aus sehen – oder braucht man fast immer eine geführte Tour?“

 

  1. Abisko, Schweden

Beste Kombination aus Wetter, Sichtungsquote und „Polarlichter direkt vor der Tür“

Ø ca. 125–135 sichtbare Nächte pro Wintersaison

(Oktober–März)

Abisko gilt unter erfahrenen Aurora-Fotografen seit Jahren als der vielleicht beste Ort Europas für Polarlichter. Entscheidend ist nicht nur die Lage unter dem Aurora Oval, sondern vor allem das einzigartige Mikroklima.

Der berühmte „Blue Hole“-Effekt sorgt dafür, dass sich Wolken über Abisko oft auflösen, während umliegende Regionen komplett bedeckt bleiben. Genau das ist der große Unterschied zu vielen anderen Destinationen.

Der vielleicht wichtigste Vorteil für Reisende: In Abisko braucht man oft keine Polarlicht-Tour.

Viele Hotels, Lodges und sogar einfache Gästehäuser liegen bereits perfekt. Besucher können Polarlichter häufig direkt vom Hotel aus beobachten – teilweise sogar vom Bett oder Balkon.

Reiseberichte aus den letzten zwei Jahren zeigen immer wieder denselben Punkt: Gäste sehen Polarlichter oft spontan gegen 20–23 Uhr direkt vom Resort aus, ohne nächtliche Busfahrten.

Ein weiterer Vorteil: kaum Lichtverschmutzung.

Fazit: Der derzeit beste Ort Europas für Reisende, die Polarlichter ohne Stress und ohne ständige Ausflüge erleben möchten.

 

  1. Saariselkä & Inari, Finnland

Die beste Glasiglu-Region Europas

Ø ca. 110–125 sichtbare Nächte

Finnisch-Lappland hat in den letzten Jahren massiv in hochwertige Aurora-Unterkünfte investiert. Rund um Saariselkä und Inari entstand eine einzigartige Mischung aus Glasiglus, Design-Lodges und abgelegenen Resorts mitten in der Natur.

Der große Vorteil:

Viele Unterkünfte liegen bereits weit genug außerhalb.

Das bedeutet:

  • geringe Lichtverschmutzung
  • freie Horizonte
  • Polarlichter oft direkt vom Hotel sichtbar

Besonders stark:

Kakslauttanen machte das „Glasiglu unter Polarlichtern“ weltweit bekannt.

Insider-Tipp aus aktuellen Reiseberichten: Die Wochen rund um Februar und März bieten oft bessere Kombinationen aus Wetter und Aktivität als Dezember.

Zusätzlich sind viele Resorts mit Aurora-Alarm ausgestattet:
Sobald Polarlichter erscheinen, werden Gäste automatisch geweckt.

Tour nötig?

Nicht wirklich. Viele Gäste sehen Polarlichter direkt von:

  • Glasiglus
  • Sauna-Terrassen
  • gefrorenen Seen neben den Resorts

 

  1. Westgrönland (Ilulissat & Sisimiut)

Extrem klare Luft und wenig Lichtverschmutzung

Ø ca. 100–120 sichtbare Nächte

Grönland gehört zu den unterschätztesten Polarlichtzielen der Welt. Besonders Westgrönland profitiert von:

  • trockener Kälte
  • extrem klarer Luft
  • minimaler Lichtverschmutzung

Anders als in Norwegen wohnen Gäste hier oft direkt mitten in der Natur. Viele Hotels liegen so abgelegen, dass Polarlichter problemlos ohne Tour sichtbar sind.

Besonders Ilulissat bietet spektakuläre Kombinationen:

  • Eisberge
  • Polarlichter
  • Diskobucht
  • absolute Ruhe

Viele aktuelle Reiseberichte beschreiben Polarlichter direkt über den Eisbergen als eines der intensivsten Erlebnisse überhaupt.

Nachteil:
Wetter und Infrastruktur können rauer sein als in Finnland oder Schweden.

Tour nötig? Nein.

Gerade in Ilulissat können Polarlichter häufig direkt:

  • vom Hotel
  • Hafen
  • Ortsrand
  • oder sogar aus dem Fenster gesehen werden.

 

  1. Alta, Norwegen

Die bessere Alternative zu Tromsø für ruhige Aurora-Reisen

Ø ca. 95–110 sichtbare Nächte

Alta liegt deutlich trockener als Tromsø und wird unter Norwegen-Kennern oft unterschätzt.

Der große Vorteil:

Viele Aurora-Lodges liegen außerhalb der Stadt. Dadurch kann man Polarlichter oft direkt:

  • vom Hotel
  • Hot Tub
  • oder Panorama-Fenster aus sehen.

Viele Reiseberichte der letzten Jahre beschreiben Alta als „entspannter“ und weniger touristisch überlaufen als Tromsø.

Tour nötig? Nicht unbedingt.

Bei guten Bedingungen sind Polarlichter oft direkt vom Resort sichtbar.

 

  1. Tromsø, Norwegen

Fantastische Stadt – aber oft missverstanden

Ø ca. 90–105 sichtbare Nächte außerhalb der Stadt

ABER deutlich geringer im Zentrum

Tromsø ist wahrscheinlich Europas bekannteste Polarlicht-Destination. Social Media vermittelt jedoch häufig den Eindruck, man könne einfach aus dem Hotel treten und jede Nacht Polarlichter sehen.

Die Realität: Direkt in Tromsø-Stadt ist das deutlich schwieriger.

Probleme:

  • starke Lichtverschmutzung
  • wechselhaftes Küstenwetter
  • häufig Wolken

Deshalb fahren die meisten erfolgreichen Aurora-Touren:

  • mehrere Stunden ins Inland
  • Richtung Finnland
  • oder auf andere Inseln

Professionelle Anbieter erzielen dadurch zwar hohe Erfolgsquoten – aber:

Ohne Tour sinken die Chancen deutlich.

Natürlich gibt es Ausnahmen bei sehr starken Aurora-Nächten. Dann können Polarlichter sogar über dem Hafen sichtbar sein.

Für klassische „Glasiglu ohne Ausflug“-Reisen ist Tromsø jedoch nicht die beste Wahl.

Vorteil Tromsø:

  • riesige Auswahl an Touren
  • Restaurants
  • Nachtleben
  • Whale Watching
  • komfortable Infrastruktur

Nachteil:

Oft erst längere Fahrten nötig.

 

 

  1. Südisland (Vík / Hella / Höfn)

Spektakuläre Kulissen – aber schwierigeres Wetter

Ø ca. 75–95 sichtbare Nächte

Island bietet vielleicht die dramatischsten Polarlicht-Fotomotive Europas:

  • schwarze Strände
  • Wasserfälle
  • Gletscher
  • Lavafelder

Allerdings ist das Wetter deutlich unbeständiger.

Viele Reisende unterschätzen: Wolken sind in Island oft das größte Problem.

Dafür liegen viele Hotels weit genug außerhalb, sodass Polarlichter grundsätzlich direkt sichtbar sein können.

Tour nötig? Nicht zwingend – aber Wetterglück wichtiger als anderswo.

 

  1. Kilpisjärvi, Finnland

Extrem abgelegen – dafür außergewöhnlich hohe Erfolgsquote

Ø ca. 85–100 sichtbare Nächte

Kilpisjärvi liegt ganz im Nordwesten Finnlands nahe der norwegischen Grenze und zählt zu den dunkelsten und abgelegensten Regionen Europas. Genau das macht den Ort für Polarlichtjäger so interessant.

Die Region liegt weit entfernt größerer Städte und besitzt praktisch keine Lichtverschmutzung. Gleichzeitig sorgt die trockene Inlandsluft oft für deutlich bessere Sichtbedingungen als an Norwegens Küste.

Besonders faszinierend:
Polarlichter erscheinen hier häufig direkt über der offenen Tundralandschaft und spiegeln sich auf zugefrorenen Seen.

Reiseberichte aus den letzten beiden Wintern erwähnen immer wieder:

„Man musste nur vor die Tür gehen.“

Viele Unterkünfte liegen bereits perfekt:

  • kleine Aurora Cabins
  • abgelegene Lodges
  • Ferienhäuser mitten in der Natur

Die Region eignet sich besonders für:

  • Ruhesuchende
  • Fotografen
  • Individualreisende
  • Menschen, die bewusst Massentourismus vermeiden möchten

Nachteilig ist allerdings die schwierige Erreichbarkeit. Genau diese Abgeschiedenheit macht Kilpisjärvi aber zu einem echten Geheimtipp.

Tour nötig? Nein.

Gerade bei klaren Nächten sind Polarlichter oft direkt vom Hotel oder Ferienhaus sichtbar.

 

  1. Senja, Norwegen

 Die vielleicht fotogenste Polarlicht-Insel Europas

Ø ca. 80–95 sichtbare Nächte

Senja wird oft als die „schönere Lofoten-Alternative“ bezeichnet – deutlich ruhiger, weniger touristisch und landschaftlich spektakulär.

Die Insel kombiniert:

  • dramatische Fjorde
  • schroffe Berge
  • kleine Fischerdörfer
  • und sehr dunkle Küstenabschnitte

Besonders interessant:
Viele moderne Aurora-Lodges wurden in den letzten Jahren bewusst außerhalb der kleinen Orte gebaut. Dadurch sind Polarlichter oft direkt von:

  • Panorama-Fenstern
  • Hot Tubs
  • oder Glasfronten aus sichtbar.

Im Gegensatz zu Tromsø buchen viele Gäste auf Senja bewusst keinen täglichen Aurora-Ausflug, sondern erleben die Lichter spontan vom Resort aus.

Insider-Tipps aus aktuellen Reiseberichten:
Die Nordküste rund um Mefjordvær und Hamn i Senja bietet oft besonders freie Sicht Richtung Norden.

Die Kombination aus Winterlandschaft und Aurora gilt fotografisch als eine der schönsten Europas.

Tour nötig? Nein, häufig nicht.

Viele Unterkünfte sind bereits ideal gelegen.

Besonderheiten:

  • Hamn i Senja
  • Aurora Lodges mit Panoramafenstern
  • Sehr ruhige Atmosphäre
  • Weniger Massentourismus als Tromsø
  1. Muonio & Levi Region, Finnland

Sehr gute Chancen bei gleichzeitig hoher Hotelqualität

Ø ca. 80–90 sichtbare Nächte

Die Region rund um Levi, Muonio und Ylläs gehört zu den beliebtesten Winterdestinationen Finnlands – allerdings mit deutlich besseren Polarlichtchancen als viele Besucher erwarten.

Der große Vorteil:
Viele hochwertige Resorts liegen außerhalb der eigentlichen Orte in dunklen Wald- und Seenlandschaften.

Dadurch lassen sich Polarlichter oft direkt:

  • vom Glasiglu
  • der Sauna
  • oder der Terrasse beobachten.

Viele Hotels bieten zusätzlich:

  • Aurora-Alarme
  • beheizte Glasdächer
  • private Hot Tubs
  • Fotografie-Workshops

Im Vergleich zu Tromsø ist die Wahrscheinlichkeit höher, Polarlichter direkt von der Unterkunft aus zu erleben – ohne nächtliche Busfahrten.

Tour nötig? Nicht zwingend.

 

  1. Lofoten, Norwegen

Spektakulärstes Gesamtpaket – aber wetterabhängig

Ø ca. 65–85 sichtbare Nächte

Die Lofoten gehören zu den bekanntesten Polarlichtregionen Europas. Die Kombination aus:

  • roten Fischerhütten
  • schroffen Bergen
  • Fjorden
  • und grünen Polarlichtern

macht die Inselgruppe zu einem Traumziel für Fotografen.

Allerdings: Die Sichtungswahrscheinlichkeit ist geringer als viele vermuten.

Grund dafür ist das wechselhafte Küstenwetter. Wolken ziehen hier oft schnell auf. Dafür entstehen bei klaren Nächten außergewöhnlich spektakuläre Motive.

Viele moderne Rorbuer-Unterkünfte liegen direkt am Wasser und weit entfernt größerer Orte. Dadurch können Polarlichter durchaus direkt vom Hotel aus sichtbar sein.

Insider-Tipp:
Die Region um Skagsanden Beach und Uttakleiv gilt unter Fotografen als besonders geeignet.

Viele Reiseberichte empfehlen:
Mindestens 5 Nächte bleiben, um Wetterrisiken auszugleichen.

Tour nötig? Nicht zwingend – aber Geduld und Wetterglück sind wichtiger als in Lappland.

Besonderheiten:

  • Herausragende Fotomotive
  • Viele stilvolle Rorbuer
  • Kombination aus Küste und Bergen
  • Sehr beliebt bei Fotografen